Gut gelandet sind wir am 18.01. in Cairns, Australia (QLD). Tropische Temperaturen von über 30°C und einer Luftfeuchte zum verrückt werden haben meinen Kreislauf in den ersten 2 Tagen ganz schön durcheinander gebracht. Für Abkühlung wurde aber schnell gesorgt.
Beim Scuba Diving am Great Barrier Reef. 2 Tage Theorie und Praxis Übungen im Pool + Schriftliches Examen vorweg und dann ging’s für 3 Tage raus aufs offene Meer.
Wahnsinn, was die Unterwasserwelt so alles zu bieten hat! Ich habe mich gefühlt wie in einem Aquarium. Neonleuchtende Fische, die ab uns an wie zu groß geratene Goldfische aussahen (mit fast einem Meter länge oder mehr…), Nemos :), 100 Jahre alte, gigantische Schildkröten, Fische die aussehen wie lang gezogene Seepferdchen (etwa 1,5m lang), Papageienfische die aussehen als würden sie durchs Wasser fliegen und tatsächlich einen Schnabel haben mit dem sie an den Korallen nagen, Stachelrochen, die ganz relaxt an mir vorbei geschwebt sind, riesige Muscheln, so groß dass ich mich hätte rein setzten können, würden sie nicht direkt zuschnappen sobald ihnen etwas zu nahe kommt oder man ihnen Wasser zu wedelt.
Der ein oder andere kleine Hai ist mir am Tag auch über den Weg geschwommen. Total desinteressiert - eine unglaublich beeindruckende Gleichgültigkeit. Bei Nacht sah die Geschichte schon anders aus.
Kurz bevor wir ins Wasser gehüpft sind hat unser Instructor durch hartes Schlagen seiner Flossen auf die Wasseroberfläche 5-8 Haie angelockt. “Dinnertime”. Innerhalb von Sekunden war das Heck umzingelt. “Na dann mal los…” Ich hatte noch nie so viel Respekt vorm Meer. Anzug an, Atmungsgerät auf den Rücken, letzter Check mit meinen Buddies Jan und René, Maske auf, Mundstück in den Mund, Taschenlampe unter den Arm und einen beherzten Schritt ins Haifischbecken.
Luft in die Weste, Mundstück gegen Schnorchel austauschen, OK geben, sich auf den Bauch drehen, und mit dem Blick nach unten zum Abstiegspunkt navigieren. Unter einem ist alles schwarz. Tagsüber hatte man bei einer “Visibility” von fast über 20m keine Probleme den Grund zu sehen. Dort angekommen, das Mundstück wieder auf Luftversorgung gewechselt und die Luft aus meiner Weste gelassen, bemerke ich direkt beim Abstieg knapp unter der Wasseroberfläche, dass uns ein etwa 2 bis 3 Meter großes Prachtexemplar von Grey Reef Shark umkreist. Seine Augen blitzten grün, seine Bewegungen “lautlos”. Sobald man eingeatmet, also keine Blubbel mehr produziert hat wurde er kurz aufmerksam, hat man ausgeatmet drehte er wieder ab. Das verleitet einem schon einmal leicht zum hyperventilieren. Vor allem war er nicht der einzige um uns herum aber mit ca. 5 Metern Entfernung wohl der nächste an uns dran. Und mit diesem mulmigen Gefühl ging’s dann 18 Meter in die Tiefe. Vom Licht des Bootes kein Anzeichen mehr. Nur mit Taschenlampe und einem kleinen Knicklicht am Tank bewaffnet. DER WAHNSINN!
Die meisten bunten Fische sind schon im Bettchen, dafür kommen die Nachtaktiven Kreaturen aus ihren Verstecken, die man so am Tag nicht zu sehen bekommt. Die Augen von kleinen Krebsen leuchten pink im Schein der Lampe, Ale wurden von unseren Neonlichtern angezogen.
Alles in Allem: Ich bin froh ein zertifizierter “Open Water Diver” zu sein!!!
Das war sicherlich nicht die letzte Episode von “Jacky gOZ underseas”! ;)
Uh: Und nochmal danke an alle, die am 21. an meinen Geburtstag gedacht haben! Ich habe mich dolle gefreut! :) Besonders über die Geschenke meiner 2 Buddies! Ihr seid die Größten!!! :*
Die versprochenen Bilder aus Neuseeland wird’s auch noch geben + oben drauf Unterwasseraufnahmen von den insgesamt 9 Tauchgängen! Übt euch ein bisschen in Geduld. Das kennt ihr ja schon von mir… Unsere Reise in 3:20 min Kurzfassung könnt ihr euch am kommenden Donnerstag, den 26.01.2012, in der 3. Dreist.TV Ausgabe des Wintersemesters 11/12 auf der Medienprojektpräsentation ab 18 Uhr oder nachfolgend auf YouTube oder www.dreist.tv anschauen und die Sendung natürlich auch runter laden!